Ganzheitliches Medienkonzept erarbeitet

Freitag 19.06.2026

Im Schuljahr 2025/26 lag ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit an der FWS Berlin-Mitte auf der Erarbeitung eines neuen Medienkonzepts. Nach dem Sprachkonzept im Vorjahr haben die Pädagog:innen damit ein weiteres großes Thema im Sinne der Schulentwicklung bewegt.

Unsere Schüler:innen leben heute in einer Welt, die stark von Medien, digitalen Technologien und der rasanten Entwickung von Künstlicher Intelligenz geprägt ist. Schule hat deshalb – in einer Erziehungspartnerschaft mit den Elternhäusern – den klaren Auftrag, junge Menschen zu einem reflektierten, selbstbestimmten und verantwortungsvollen Umgang mit Medien zu befähigen.

Bei der Entwicklung des neuen Medienkonzepts wurden die Pädagoginnen von der Hamburger Mediatorin und Moderatorin Stefanie von Laue begleitet. Über 10 Monate hinweg arbeiteten Pädagog:innen aus Schule und Hort gemeinsam mit Vertreter:innen der Eltern- und Schüler:innenschaft an diesem Thema. Getragen wurde der Prozess von einem Kernteam, das sich wöchentlich in digitalen Treffen austauschte und die Arbeit koordinierte.

Mit dem Vorbereitungstag am 5. September 2025 setzte das Kollegium den ersten Meilenstein. Hier entstanden erste Eckpunkte für Vision und Leitbild. Am 18. September 2025 fand der offizielle Auftakt mit der gesamten Schulgemeinschaft statt. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppen wurden ausgewertet und flossen in den Projektplan mit ein.

Danach setzte sich das Kollegium mit Grundbegriffen wie direkter und indirekter Medienpädagogik, Medienkompetenzfeldern, Medienformen sowie der Bedeutung eines pädagogischen Curriculums auseinander. Einen weiteren Impuls gab es am 2. Oktober 2025: Digitaltrainer Daniel Bühler begleitete uns anlässlich der Einführung der neuen Handy-Regelung. Dieser intensive Projekttag umfasste altersgerecht konzipierte Workshops für die Mittel- und Oberstufe zu Themen wie Social Media, digitale Kommunikation und Künstliche Intelligenz. Ergänzt wurde das Angebot durch eine Fortbildung für Pädagog:innen sowie einen hybriden Elternabend zum Thema Mediennutzung, der sowohl in der Aula als auch online besucht werden konnte.

Am 4. Dezember 2025 folgte ein inspirierender Abendvortrag von Prof. Dr. Jost Schieren von der Alanus Hochschule in Alfter zum Thema „Die Wirklichkeit des Denkens – Waldorfpädagogik in Zeiten von KI“. Aufbauend darauf folgte ein Werkstattabend für die gesamte Schulgemeinschaft, bei dem die erarbeiteten Gedanken vertieft, diskutiert und um weitere Perspektiven ergänzt wurden.

Die praktische Umsetzung des Medienkonzepts wurde dann in den pädagogischen Konferenzen erarbeitet. Im Mittelpunkt stand die Frage, welche medienpädagogischen und informatischen Inhalte in den einzelnen Klassenstufen vermittelt werden sollen und in welchen Fächern dies sinnvoll verankert werden kann. Orientierung boten dabei die Lehrpläne „Medienpädagogik“ und „Informatische Bildung“ der Pädagogischen Forschungsstelle beim Bund der Freien Waldorfschulen, die Empfehlungen für die verschiedenen Alters- und Klassenstufen formulieren.

Das fertige neue Medienkonzept ist hier zu finden.

Ab dem Schuljahr 2026/27 wird an unserer Schule das Fach „Informatische Bildung“ unterrichtet. Die Themen der Medienpädagogik werden fächerübergreifend aufgegriffen und in unterschiedlichen Unterrichtszusammenhängen bearbeitet. Zur Unterstützung dieses Vorhabens wird der ehemalige Musikraum im Nordflügel aktuell zu einem Computerraum umgestaltet. Weiterhin wird sich ein Medienkreis bilden, der u.a. in Absprache mit den Pädagog:innen Veranstaltungen für die Schulgemeinschaft plant und auch dafür sorgt, dass das Medienkonzept kontinuierlich weiterentwickelt wird. Vielen Dank an alle, die auf dem Weg mitgewirkt haben und in Zukunft weiter an diesem spannenden und hochdynamischen Thema arbeiten werden!