Unterricht der Oberstufe an der Freie Waldorfschule Berlin-Mitte

Mit dem Erreichen der 9. Klasse, dem Beginn der Oberstufenzeit, beginnt für unsere Schüler ein ganz neuer Abschnitt in ihrem Schulleben. Die “behütende” Betreuung durch den Klassenlehrer endet mit dem Abschluss der 8. Klasse. In der Oberstufe werden die Schüler von einem Klassenbetreuer begleitet und Fachlehrer übernehmen auch den Epochenunterricht. Zum eigentlichen Unterricht hinzu kommen die Praktika (Forst- bzw. Landbaupraktikum in der 9. Klasse, Feldmessen in der 10. Klasse und Sozialpraktikum in der 11. Klasse) und die Oberstufenarbeiten (Biographiearbeiten in der 9. Klasse, Studienfahrt Kunst und Theaterprojekt in der 12. Klasse). Diesem äußeren Wechsel entspricht die immer stärkere Förderung des logischen Denkens.

Rational zu erschließende Inhalte und die Anwendung entsprechender Arbeitstechniken fördern die Ausbildung der individuellen Urteilsfähigkeit und führen zu eigenständig verantworteten Arbeitsergebnissen.

Sowohl als Unterstützung der Ausbildung kognitiver Fähigkeiten als auch als Ausgleich zu dieser Beanspruchung nimmt die künstlerisch-praktische Beschäftigung in der Oberstufe einen breiten Raum ein. Einige Unterrichte wie Schreinern, Plastizieren, Handarbeit, Malen und Computer-Technologie werden jetzt als Wahl-Pflicht-Kurse angeboten. Neue Fächer wie Sozialkunde, Politische Weltkunde und Kunstgeschichte erscheinen neu im Curriculum der Klassen. In den Fremdsprachen und bei den Mathematik-Übstunden wird eine leistungsdifferenzierte Teilung eingeführt.